Geboren 1977 in Lidköping. Ausbildung an der HDK in Göteborg mit Examen 2008.
Staffan interessiert sich stark für andere Menschen und legt nur äußerst selten Antipathie an den Tag. Dies mag vielleicht naiv erscheinen, aber es ermöglicht ihm, aus allen Begegnungen und Situationen das Beste herauszuholen. Ergebnis ist eine positive Einstellung den meisten Dingen gegenüber, die ihm bei seiner Arbeit zugute kommt.
Staffan zeigt leicht seine Begeisterung und sein Engagement für Sachen, die ihn interessieren und seinen Schöpfungsgeist ankurbeln. Wenn er einmal an ein Projekt glaubt, gibt er nie auf, auch wenn zuweilen Kompromisse gefordert sind.
Auf Grundlage einer soliden Tischlertätigkeit und umfangreicher Kenntnisse in Bezug auf Werkstoffe und Konstruktion ist er in der Lage, den Gedanken freien Lauf zu lassen und durch sein Vorstellungsvermögen und seine Lust zur Herausforderung alte Wahrheiten und Konventionen auf den Kopf zu stellen. Seine größte Schwäche (von Schokolade und Kaffee mal abgesehen) liegt in seinem Widerwillen, sich von den Details loszueisen, was andererseits jedoch wiederum eine seiner stärksten Seiten ist.
Staffan spielt gern mit dem eigenen Bestreben des Materials, sich selbst zu formen.
Dies ist oft eng verbunden mit Geometrie und tritt besonders deutlich zu Tage, wenn etwas nicht natürlich oder harmonisch erscheint. Staffan spricht in diesem Zusammenhang davon, dass seine Gedanken die Objekte „beseelen“ und, dass er in den Eigenschaften des Werkstoffes den Startpunkt findet, den er benötigt.
Er konzentriert sich darauf, Objekte zu gestalten, Gegenstände, in die Sie sich verlieben können, die Sie besitzen möchten und absolut nicht wegwerfen oder ersetzen wollen. Er strebt nach Herausforderung und Erweiterung des Begriffes Funktion vom praktischen Aspekt bis zur emotionalen Funktion, die er im Grunde selbst als die wichtigste erachtet. Staffan entwirft Dinge für Menschen, denen Design etwas bedeutet und die damit leben und nicht nur konsumieren wollen.
Da er im Grunde ein Kunsttischler ist, wird ihm Holz als Werkstoff immer besonders am Herzen liegen, aber auch Stahl findet er faszinierend und anregend.
Staffan Holm hat für Blå Station den Kleiderständer Visp aus lackiertem Stahlrohr entworfen. Aus Staffans Sicht soll ein Kleiderständer jedoch nicht nur eine einzige Funktion haben, sondern einen Platz im Raum füllen und hübsch aussehen, auch wenn nichts dort hängt. Er dreht den Spieß um und betrachtet Visp als eine Art Skulptur, die auch zum Aufhängen von Kleidungsstücken, Regenschirm und Tasche dienen kann.
Eine Spirale ist eine der interessantesten Formen, die es gibt und aufgrund ihres fließenden Ausdrucks und ihrer Komplexität ein schräges Gefühl von Einfachheit vermittelt.
Staffans Idee zu Visp lag so etwas Triviales wie ein einfacher spiralenförmiger Küchenquirl aus Edelstahl zugrunde. Es störte ihn, dass Erbsen und anderes Gemüse daran hängen blieben und schwer zu entfernen waren, und er dachte im Stillen: „Da muss doch auch etwas Positives dran sein!“ Nun, vielleicht ein Kleiderständer, an dem die Sachen hängen bleiben sollen…